Amerikanische Weine - Wein aus Amerika - Rotwein und Weißwein im Weinshop


Amerikanische Weine


1. Natur und Klima

Das Klima, der Boden und die Rebsorte sind die schlichten Bestimmungsfaktoren für die Eigenart und Qualität deutscher Weine.

Das Klima in traditionellen deutschen Weinlandschaften wird von der mittelmeerbestimmten Warmluftzufuhr (Föhn), dem abwechslungsreichen Golfstromklima (westlicher Atlantik) oder dem Kontinentalklima (Osten) bestimmt. Je nachdem welcher dieser Klimafaktoren überwiegt, erhalten die deutschen Anbaugebiete in den Flusslandschaften optimale Bedingungen. Meistens herrschen dort deutlich höhere Durchschnittstemperaturen als in den übrigen Landschaften in Deutschland.

Unterschiedliche Bodenstrukturen und damit die Wachstums- und Reifebedingungen sind von der langen Erdgeschichte bestimmt. So finden sich oft in den Steillagen und an den Hängen Schieferböden, am dem Hangsockel tiefgründige und vor allem fruchtbare Schwemmböden, an anderen Orten Kalkablagerungen die maßgeblich an der Geschmacks-Entwickung beteiligt sind. Jede Bodenbegebenheit hat ihren ganz speziellen Einfluss auf jede einzelne Rebsorte.

Zur Bestimmung des Kleinklimas eines Weinberges werden die Bodenzusammensetzung, die Klimarahmendaten und die Lage eines Weinberges betrachtet. Dies sind im Einzelnen die Himmelsrichtung, Hangneigung, Intensität der Sonnenreflexion durch den Flussspiegel, Nähe eines schützenden Waldes oder einer Bergkuppe, Höhenlage oder Bodenfeuchtigkeit. Jeder dieser Faktoren hat seinen Einfluss auf das Gedeihen der Reben.

Die jahrhundertlange Erfahrungen der Winzer und durch die Forschung der Wissenschaft konnte das beste Zusammenspiel, von welche Rebsorte mit welchem Boden die optimale Reife erreicht.

 

2. Rebsorten und besondere Weintypen

Auf der ganzen Welt verstreut gibt es etwa tausende von verschiedene Rebsorten, jedoch werden in Deutschland nur sehr wenige angebaut, da viele den deutschen Qualitätstandart nicht halten können. Nach wie vor bauen Winzer die "klassischen Edelsorten" an. Darunter sind etwa zwei Dutzend traditionelle Weib- oder Rotweinsorten.

Bei dem Weißwein sind dies: Riesling, Silvaner (Müller- Thurgau), Weiß- und Grauburgunder

Bei dem Rotwein Spätburgunder, Portugieser, Trollinger, Lemberger und neuerdings der Dornfelder.

Alle Rebsorten weisen unabhängig von Jahrgang, Gütestufe, Standort und individueller Anbauweise ihre biologischen, typischen Geschmacksmerkmale. Zunehmend stellen mehr Winzer und Weinmacher diese Rebsortenmerkmale im Interesse der Verbraucherinformation in den Vordergrund der Produktbeschreibung und Etikettierung. Hierbei bleiben aber Individualität und Originalität aufgrund der Handschrift des einzelnen Erzeugers mitbestimmend.

Einige hervortretende Geschmacksmerkmale der verbreitesten Sorten.

 

Weißwein:

 
  • Bacchus: fruchtig, zartes Kümmel- und Kräuteraroma
  • Elbling: rassig-temperamentvoll, feinfruchtig mit dezentem Apfelduft
  • Faberrebe: dezentes Muskattraubenaroma, feinfruchtig im Geschmack
  • Gewürztraminer/Roter Traminer: Rosenbukett, würzig, kräftig -auch in der Farbe
  • Grauburgunder: feinfruchtig -nussig mit feinem Mandelaroma
  • Gutedel: mild mit leicht nussigem Aroma, bekömmlich
  • Huxelrebe: säurebetont mit feinwürzigem Muskatton
  • Kerner: frisch, feinfruchtig, leichter Muskatton
  • Morio-Muskat: würziger Lavendelduft, deutlicher Muskatgeschmack
  • Müller-Thurgau: feinblumig, mild, mit wenig Säure und zartem Muskatgeschmack
  • Riesling: rassig, mit feiner Frucht, zarter Duft von Äpfeln und Pfirsichen
  • Scheurebe: sehr fruchtig bis pikant, würziger Duft und Geschmack von schwarzen Johannisbeeren
  • Silvaner: zarter Duft von frischem Grün, feinblumig, sehr bekömmlich, klassischer Menuwein
  • Weißburgunder: feinfruchtig mit zartem Apfelduft und angenehmer Säure

Rotwein:
  • Dornfelder: sehr farbintensiv, an Waldbeeren und reifen Holunder erinnerndes Aroma
  • Lemberger: farbintensiv, samtiger Wein mit Duftnoten von Brombeeren und schwarzen Kirschen
  • Portugieser: feinfruchtig mit dezentem Duft, verhalten in der Säure
  • Schwarzriesling/Müllerrebe: sehr fruchtig mit zartem Duft von Schattenmo- rellen und leichtem Bittermandelton
  • Spätburgunder: farbintensiv, eleganter Duft von reifen Waldbeeren, leichtes Mandelaroma
  • Trollinger: hellrot, feinfruchtig -leicht säurebetont.

Neben den genannten Herkunfts- und Qualitätsbezeichnungen hat das Weingesetz einige weitere Weintypen definiert:

 
  • Affentaler Spätburgunder Rotwein: Qualitätswein aus der genannten Rebsorte aus dem Raum Baden-Baden -Bühl.
  • Badisch-Rotgold („Rotling“): Qualitätswein aus Grauburgunder und Spätburgunder.
  • Ehrentrudis Spätburgunder Weibherbst: Hergestellt aus der angegebenen Rebsorte von den Anbaugebieten Kaiserstuhl und Tuniberg.
  • Liebfraumilch: Qualitätswein (mild-lieblicher) aus den Rebsorten Riesling, Silvaner, Müller-Thurgau aus den Anbaugebieten Rheinhessen, Pfalz und Nahe.
  • Moseltaler: Qualitätswein aus den Rebsorten Riesling, Müller-Thurgau, Elbling oder Kerner. Das Anbaugebiet liegt an der Mosel.

 

3. Die Qualitätsweinprüfung

Als Nachweis das der deutsche Qualitätswein die amtliche Qualitätsweinprüfung durchlaufen und bestanden hat, trägt jede Flasche eine Prüfungsnummer. Die Prüfung besteht aus einer Leseprüfung, einer analytischen Prüfung und der Sinnenprüfung zur Feststellung der gesetzlich für jeden Qualitätswein festgelegten Mindestbedingungen. Die Sinnenprüfung wird nach dem von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft entwickelten und anerkannten 5-Punkte-System bewertet.

Bei der Sinnesprüfung muss der Wein mit allen Sinnen erfasst und bewertet werden, wobei Zunge und Gaumen gleichermaßen gefordert sind. Insgesamt besteht die Prüfung aus zwei Teilen. Zuerst, müssen eine Reihe von Vorbedindungen erfüllt werden. Dann kann die eigentliche Sinnenprüfung beginnen.

 

Nach folgenden Kriterien überprüft eine Kommission von qualifizierten Fachkräften den Wein nach seiner Qualität:

1.    nach seiner Weinart entsprechende Farbe und ob dieser eine optimale Klarheit besitzt,

2.     nach seiner Herkunft, wenn angegeben,

3.     nach dem Jahrgang,

4.     nach der Rebsorte,

5.      nach dem Prädikat

Stimmen die Fachkräfte fünfmal „ja“ wird der Wein zum zweiten Teil der Prüfung zugelassen. in dem der Geruch, Geschmack und die Harmonie noch engeren Bewertung unterzogen. Jedes der drei Prüfkriterien wird für sich allein bewertet und gleich beurteilt, wobei nach einer Punktzahl von null bis fünf (mit Stufen von halben Punkten) bewertet wird.

Erreicht ein Wein bei der Qualitätsweinprüfung mindestens 1,5 Punkte so erhält der Wein eine Prüfnummer.

 

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